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Seinen Namen Urfersheim, die Heimstatt des Urbir, Auerbert oder Urbert, hatte Urfersheim wie die anderen Heim-Orte im Umkreis schon um 650 erhalten, als die Franken von Rhein und Mosel her kommend unser Gebiet übernahmen.

Seit der Völkerwanderung saßen hier Germanen aus dem Elbland und vor ihnen bereits Kelten. Aus einer keltisch-germanischen Urbevölkerung und einer dünnen fränkischen Oberschicht entstanden die Ostfranken. Von Frankreich abgesehen hat ihr Land als einziges aus dem großen Frankenreich den Namen Franken behalten.

Im Jahr 750 saß in Ostfranken ein Grafengeschlecht, begütert vom Main bei Schweinfurt bis in den Rangau. Ihm gehörte auch Urfersheim. Gräfin Reginswint ist die erste historisch gesicherte Besitzerin unseres Ortes und die Schenkungsurkunde für das Kloster Fulda der erste Nachweis von Urfersheim. Dies geschah unter Abt Baugulfs Regierung zwischen 779 und 803. In diese Zeitspanne fällt also die erste Nennung von Urfersheim. Das genaue Jahr kann nicht angegeben werden, weil die Schenkungsurkunden keine Jahreszahlen enthalten, sondern nur durch die Regierungszeit der Äbte zeitlich festgelegt sind. Offensichtlich fand die Schenkung schon bald nach dem Amtsantritt Baugulfs statt.

Die nächste Urkunde für unseren Ort stammt aus dem Jahr 1200. In ihr bestätigt König Philipp dem Dorf Urfersheim die Reichsfreiheit. Damit stellt sich die Frage, wie Urfersheim von Fulda an das Reich gekommen ist. Eine Urkunde gibt es darüber nicht. Im 11. Jahrhundert ging fast die Hälfte des fuldaschen Klosterlandes an das Reich und den Adel über, deshalb kann man sich ungefähr ein Bild dieser Vorgänge machen.

Urfersheim blieb 300 Jahre Reichsdorf. König Albrecht verpfändete im Jahr 1300 die Reichsdörfer Westheim, Urfersheim, Dachstetten, Dottenheim sowie Ober- und Unternesselbach an Albert von Hohenlohe zu Entsee; die Verpfändung kam dem Verkauf gleich, weil weder der König das Pfand auslösen, noch eine kleine Gemeinde die Pfandsumme aufbringen konnte.

Gerlach von Hohenlohe verkaufte 1386 „die vom Reich verpfändeten Dörfer Westheim und Urfersheim“ an die Reichsstadt Rothenburg unter Bürgermeister Toppler.

Nach dem Bauernkrieg 1525 nahm Markgraf Kasimir von Ansbach und Bayreuth der Stadt ihre Hoheitsrechte um Uffenheim und im Aischtal, weil sie die Bauern unterstützt hatte. Dadurch kam Urfersheim mit seinem Umland an das Markgrafentum Kulmbach-Bayreuth. Dieses wurde 1792 preußisch, Napoleon stellte es dann 1806 unter französische Verwaltung und schlug es 1810 zu Bayern.

Im Jahr 1911 wurde das elektrische Licht in Urfersheim eingerichtet, im Jahre 1934 und den Folgejahren mussten die Bauern große Flächen zum Bau des Flugplatzes im Rahmen der 1932 angeordneten Flurbereinigung bereitstellen. Das Jahr 1942 brachte einen weiteren Aderlass für die Gemeinde als insgesamt 103 ha Wald abgetreten werden mussten.

1957 wird der Ort an die Fernwasserversorgung angeschlossen. Am 1. Juli 1975 wird Urfersheim Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Illesheim. 1991 wird ein Wohnbaugebiet erschlossen und die Kanalisation begonnen. Im Jahr 1995 werden die Wasserversorgungsleitungen erneuert. Nach den Tiefbaumaßnahmen wurde im Jahre 1996 die durch den Ort führende Kreisstraße erneuert und die Dorfplätze neu gestaltet. Durch die Anordnung der Dorferneuerung im Jahre 2003 wurden die Voraussetzungen geschaffen, die Narben der Tiefbaumaßnahmen in den kommenden Jahren beseitigen zu können.

 

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